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Auch aus dem antiken Rom ist die Fischhaltung schon aus dem 2. Jahrhundert vor Christus bekannt. Hier wurden von den Bauern zunächst Süßwasserbecken angelegt mehr >>

 

Co2 im Aquarium – was hat das mit Wasserpflanzen zu tun?

Wie entsteht das Co2 im Aquarium?

Es gab Zeiten, da klingelten die Alarmglocken, wenn CO2 im Aquarium war. Es galt als giftig und hatte nach Meinung vieler Experten aber auch gar nichts im Aquarium zu suchen. Bei einigen Aquarianern galt es hingegen als Geheimtipp, von Zeit zu Zeit etwas sprudeliges Mineralwasser ins Becken zu geben. Man hatte den Eindruck, dass das den Pflanzen gut täte. Heute, der Wissenschaft sei es gedankt, weiß man, dass das Gas eine wesentliche Rolle für die Wasserpflanzen spielt. Das CO2 liefert den Pflanzen mit seiner Zusammensetzung essentielle Nährstoffe. Auf diesem Weg hilft das Gas auch dabei, den pH-Wert stabil zu halten. Am Ende entscheidet auch hier und heute die Dosis darüber, ob es „Medizin“ oder „Gift“ ist. So gilt auch beim CO2, dass mehr Zufuhr auch mehr hilft. Bei zu hoher Dosierung kann das CO2 auch schädlich sein.

Was für den einen einfache nur im Wasser blubbert, ist für den Chemiker eine klare definierbare Reaktion. Er sieht in dem Gas ein Kohlenstoffteil mit 2 Sauerstoffatomen. Diese Mischung ist in der Biochemie der direkte Weg zu Photosynthese. Zusammen mit dem Sonnenlicht findet dabei folgende Reaktion statt: 6CO2 + 12H2O –> C6H12O6 + 6O2 + 6H2O. In Worte gefasst heißt das, dass hier Kohlendioxid und Wasser, zu Zucker und Sauerstoff „verstoffwechselt“ werden. Bei einer Unterversorgung mit CO2 verkümmern die Pflanzen im Aquarium. Das wiederum lässt das Becken als Mini-Biotop umkippen. Die Folge davon sind der Siegeszug der Algen und ein überhöhter pH-Wert.

Eigentlich entsteht das CO2 im Aquarium ja schon allein durch die Atmung der Aquarienbewohner. Auch die Bakterien des Bodengrundes erzeugen es beim Abbau von Schmutzpartikeln. Bei spärlichem Pflanzenwuchs reicht das CO2. Doch dann produziert das Grün wieder zu wenig Sauerstoff für die Fischlein. Und wenn ausreichend Pflanzen da sind, dann muss eben etwas CO2 hinzugefügt werden. Als Ergebnis dieses sensiblen Gleichgewichts hat jedes Aquarium seinen individuellen CO2-Bedarf. Ist das Aquarium gut bepflanzt, und sind diese Pflanzen auch noch schnellwüchsig, so hebt das den Bedarf an CO2. Zu einem guten CO2-Düngesystem gehört in aller Regel auch ein CO2 Blasenzähler. Nur so lässt sich die zugeführte CO2-Menge dosieren und überwachen.

Wer nun erwartungsfroh daran geht und ein CO2-Düngesystem in Betrieb nimmt, läuft oft Gefahr, per Überdosierung den Pflanzenwuchs erheblich beschleunigen zu wollen. Ein zu hoher Gehalt an CO2 kann irgendwann für die Fische schädlich sein. Um klassische Anfängerfehler zu vermeiden kann die Blasenzahl auf einen allgemeingültigen Standardwert eingestellt werden: Liter (Netto-Wasservolumen) x 0,15 = Blasen/min. Zur Sicherheit muss dann am Morgen und am Abend der pH Wert geprüft werden. Bis der gewünschte pH Wert erreicht ist, wird die Blasenzahl einmal am Tag angepasst. Wenn sich dann etwa 1 bis 2 Stunden bevor das Licht ausgeht, Sauerstoffbläschen an den Pflanzenblättern bilden und austreten, dann ist die Zufuhr an CO2 hoch genug. Diese Blasen zeigen nämlich an, dass das Wasser mit Sauerstoff gesättigt ist. Außerdem sind die Pflanzen für die Photosynthese ausreichend mit CO2 versorgt.

2 Kommentare zu Co2 im Aquarium – was hat das mit Wasserpflanzen zu tun?

  • Katja  sagt:

    Hallo, vielen Dank für den informativen Artikel. Aber gerade für Anfänger ist es schwierig sich in die Thematik CO2 hineinzuversetzen. Oft ist es auch so, dass die Blasenzahl viel zu gering eingestellt ist und die Wirkung ausbleibt. Die Faustformel ist ein super Richtwert sollte aber dennoch individuell angepasst werden. Ein Dauertest ist hier durchaus sehr hilfreich. Grüße Katja

  • Aquariumguru  sagt:

    Super Artikel,
    Ich habe bei mir auch einen Dauertest im Becken. Es ist einfach besser zu Kontrollieren. Mit der Blasenanzahl vom Hersteller bleibt mein Test dunkelblau. Es kommt immer drauf an wie viel Pflanzen im Becken sind.

    Gruß Aquariumguru

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